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mosaikschule
Förderschule für geistige Entwicklung

Seelsorge

 

Sonja Peters

Kontakt

Sonja Peters

Seelsorgerin

Förderschullehrerin

Am Massenberger Kamp 45     

40597 Düsseldorf

 

 

 

Erreichbar und ansprechbar innerhalb der Schul- und Unterrichtszeiten:
Montag, Mittwoch, Donnerstag: 8:00 - 15.15 Uhr
Freitag: 8:00 - 12.15 Uhr
oder nach Absprache

Sekretariat: (0211) 89 24 89 5
mobil: (0176) 95286813

seelsorge@mosaikschule.de

 

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Hoffe

Liebe Schulgemeinschaft!

 

Ich weiß nicht wo mir der Kopf steht, ich kann kein Land mehr sehen.

Die Augen zu lange offen, zu wenig Schlaf, zu viel Kaffee.

In meinem kleinen Chaos, find' ich mich selbst nicht mehr.

Lauf auf Roboterbeinen, den Problemen hinterher. [1]

 

Um Silbermonds Zeilen für unsere derzeitig schulische Situation und vielleicht auch manch‘ persönlichen Lebenskontext zusammenzufassen könnte ich auch sagen: voll von der Welle erfasst und ins Kehrwasser geraten. Ja, das beschreibt wohl die Zeit seit Februar ganz gut, in der wir hier an der Schule ein „Corona-Hoch“ erleben. Über die vielen positiv getesteten Schüler*innen, Lehrer*innen und Mitarbeiter*innen treiben wir scheinbar in einem Strudel und befinden uns gefühlt in einer Wiederholungsschleife: Unterricht planen, Testen, Ergebnisse abwarten, darauf reagieren, Eltern informieren, Teamabsprachen, Planänderung. Aus außerschulischer Sicht lässt sich ein emotionales, aber auch räumliches, Festgehaltenwerden zwischen der eigenen oder familiären Quarantäne, der Sorge um Ansteckung und deren Folgen, sowie der Ohnmacht trotz 3facher Impfung dennoch sich anzustecken und wohlmöglich zu erkranken, beobachten. Der Versuch, wieder die Fahrrinne zu erreichen, scheint so fern.

 

„Ich kann schon wieder nicht schlafen, ich krieg den Kopf nicht aus

Gedanken im Dauerlauf, find‘ den Weg nicht raus.“

 

Es fühlt sich zeitweise an, als sei ich gefangen in einem Mikrokosmos, der mich nur noch den Nahraum erfassen lässt. Ausblicke bleiben aus. Es ist mir nur möglich von Tag zu Tag zu planen, manchmal erst am Morgen für den jeweiligen Tag. Damit einhergehend: Enttäuschungen seitens der Schüler*innen, manch‘ Verärgerung und Verdruss bei Eltern und Frustrationen meiner selbst bzw. die, der Kolleg*innen. Eine weitere Konsequenz: permanentes Arbeiten am Limit. Die hohe Dauerbelastung der vergangenen Wochen, unbeachtet der dauerhaften Belastung der letzten 2 Jahre, zollt seinen Tribut. Zudem die Zeit zwischen Weihnachten und Ostern immer die längste Unterrichtszeit am Stück verspricht, nun jedoch noch unter erschwerten Bedingungen. Fazit: Die Akkus sind bei vielen leer, auch viele Schüler*innen scheinen ferienreif.

 

„Wenn alles zu viel wird, bring mich dort hin.

Dreh meine müden Segel in den Wind.

Füll' meinen Atem, feder' mein Herz, bring mich zurück.

Bring mich ans Meer.“

am Meer

 

Nun sitze ich am Meer und hab’ die Sonne im Gesicht und sie zieht und zieht das Chaos raus und nimmt mich aus der Pflicht. Es schenkt mir den Weitblick, erlaubt mir den Blick schweifen zu lassen und beschert mir einen Mehrblick, auch auf mich:

 

„Mit jedem Schritt hier raus komm ich, bestimmt zurück zu mir.

Und mit jedem Salzkristall, der fällt, fällt ein großer Stein von mir.“

 

Ich gönne mir einfach nur dazusitzen und nichts zu tun. Zu genießen. Anzukommen. Zu mir zu kommen und in mich hinein zu hören, was eigentlich so los ist, worauf ich Lust habe und was ich möchte. Ich bin selbst noch gespannt auf das Finden der Antworten. Doch eins war schon im Vorhinein klar: Ich will me(e)hr und ich brauche me(e)hr, um die Batterien wieder aufzuladen, meine Nerven zu beruhigen, meinen Ohren Ruhe zu gönnen. Wenn ich an das ME(E)HR gelange, dann weiß ich, dass danach wieder mehr geht, als in den vergangenen Wochen. Vielleicht läuft es sogar.

In diesem Sinne: hoffe! Mögest auch Du, in der nun beginnenden Ferienzeit Dein persönliches „Mee(h)r“ finden, Dich ans me(e)hr bringen lassen, um daraus Kraft, Mut und Zuversicht zu schöpfen.

 

Ihre / Eure schulseelsorgende Sonja Peters

 



Songtext: Silbermond „Ans Meer“. Songwriter: A. J. Nowak, B. Wendlandt, I. Politz, J. Stolle, St. Kloss,

     T. Stolle, ©BMG Rights Management

 

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Schaf1

(  Du bist traurig oder hast Kummer?

 

(  Dir liegt etwas auf der Seele?

 

 

Schaf2

(  Du weißt nicht mehr wie es weiter geht?

 

(  Du brauchst jemanden, der Dir mal einfach zuhört?

Schaf3

(  Du suchst einen Raum für Dich?

 

(  Du brauchst einfach mal Ruhe?

 

Seelsorge4 

Schulseelsorge – WAS ist das?

 
Schaf4

      Ein offenes Angebot der persönlichen Begleitung mit Raum & Zeit zum Zuhören & Sprechen

      Eine ressourcenorientierte Beratungsmöglichkeit

      Krisenintervention in persönlichen oder schulischen Notfällen

      Trauerarbeit

      Gestaltung von spirituellen Angeboten

      Kirchlicher Beitrag zur Qualitätsentwicklung von Schule

     

Schulseelsorge – für WEN ist das?

 

      Schulseelsorge ist ein Angebot für ALLE am Schulleben Beteiligten, d. h.

      Schülerinnen & Schüler

      Lehrerinnen & Lehrer

      Eltern & Erziehungsberechtigte

      Mitarbeiterinnen & Mitarbeiter

      ein überkonfessionelles und multikulturelles Angebot,

      an die Schweigepflicht gebunden.

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Schulseelsorge – WAS bietet mir das?

        Schulseelsorge bietet die Möglichkeit:

        in einer Krise jemanden zu finden, der die Ruhe und den Überblick behält und Begleitung anbietet.

        einfach mal Last abzuladen und sich zu befreien.

        die eigene Not mit jemandem zu teilen und sich trösten zu lassen.

        Perspektiven in der Ausweglosigkeit zu entwickeln.

        einen Ort der Ruhe zu finden.

        Schulseelsorge hört zu, begibt sich mit auf den Weg von individuellen Lösungen und stärkt für den nächsten Schritt; sie übernimmt kein Mandat für den Anfragenden.

         Schulseelsorge agiert aus einer christlichen Werthaltung heraus (wertschätzend, zuversichtlich, vertrauensvoll, mit hoffnungsvoller Absicht) ohne dabei zu indoktrinieren und kann dennoch auf Wunsch christliche Impulse setzen.

        Schulseelsorge versteht sich als ein Teil eines Beratungsteams: Schulsozialarbeit – Lehrerrat – Schulseelsorge.

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OASE - Das alternative Pausenangebot

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OASE ist ein Ort zum Auftanken und Selbst Erleben – ein Offenes Angebot um Sich zu Erfahren.

OASE ist ein Pausenangebot der Schulseelsorge zur Entschleunigung und Unterbrechung des Alltags – in Mitten der Gemeinschaft und doch für sich. Ein Ort der einlädt offen zu sein für den Augenblick, sich wahrzunehmen und zu erleben im HIER & JETZT, um Vitalität und Lebensenergie zu stärken und zu bewahren.

Zielgruppe, Zeit & Raum

Oase2 

OASE richtet sich an ALLE am tägl. Schulleben Beteiligten, d. h. Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer sowie (päd.) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Das Angebot findet jeden Mittwoch in der 2. Gestalteten Freizeit von 13.15-13.45h in der Aula statt.

Ziel der OASE

Unabhängig von

  • Alter,

  • kognitiver Entwicklung,

  • Lebenserfahrung,

  • Konfession und

  • Herkunft

besteht in der Oase eine sehr ruhige und besinnliche Atmospäre, die ermöglicht,

  • innezuhalten,

  • sich zu sammeln,

  • Kraft zu tanken und

  • gestärkt in den Alltag zurück zu kehren.

 

   

Schafe weiss
 

HAFEN - Die andere Kaffeepause

Hafen

Der Hafen bietet ALLEN Kolleginnen und Kollegen an der Schule eine Möglichkeit bei einer Tasse Kaffee (oder Tee) ins Gespräch zu kommen, durchzuatmen und wirklich vom Schulalltag eine Pause zu machen.

Anlegen – Abladen – Auftanken – Segel setzen...

immer mittwochs von 12.45 - 13.15h an der Bar.

  Sonne
   
   

Bildnachweise:

Illustration:   Kai Pannen:

Croos-Müller, C. / Pannen, K. (2012): Nur Mut! Das kleine Überlebensbuch. Soforthilfe bei Herzklopfen, Angst, Panik und Co. Gütersloh

Croos-Müller, C. / Pannen, K. (2012): Kopf hoch. Das kleine Überlebensbuch. Soforthilfe bei Stress, Ärger und anderen Durchhängern. Gütersloh

Fotos:            Sonja Peters, Jürgen Paust-Nondorf